15. März 2026

Mit dem Fahrrad durch Yucatán: Regen, Hitze und Cenotes – von Popol Vuh bis Xnuuk

Endlich raus aus der Stadt und rein in die Natur.

Ich starte bei Sonnenaufgang, um der Mittagshitze zu entgehen. Kaum rolle ich los, beginnt es zu regnen. Bei über 30 °C Lufttemperatur fühlt sich das allerdings erstaunlich angenehm an. Kurz darauf kommt die Sonne wieder heraus – und sofort wird es richtig heiß.

Die Wege wechseln ständig: mal gut asphaltierte Straßen, mal matschige, schlammige Pisten. Eine schöne Abwechslung. Manchmal enden die Wege aber auch einfach vor einem abgeschlossenen Tor oder an Bahngleisen, der neu gebauten Tren Maya, die meine Karte offenbar noch nicht kennt. Dann heißt es umdrehen und eine andere Route suchen. Insgesamt ist jedoch kaum Verkehr unterwegs, und ich kann gemütlich vor mich hinradeln.

Gegen Mittag erreiche ich die Cenote Popol Vuh. Einige Cenotes sind Höhlen und größtenteils unterirdisch – diese hier ist jedoch nach oben offen und wirkt eher wie ein kleiner See. Die Besitzerin erzählt mir, dass sie fast 200 Meter tief sein soll. Deshalb muss jeder Besucher eine Rettungsweste tragen.

Es gibt sogar eine Zipline und einen Sprungturm, von denen man direkt ins Wasser springen kann. Und heute habe ich die Cenote ganz für mich allein – ein absoluter Traum.

Zum Mittagessen koche ich mir Bohnen und esse dazu Brot. Leider darf ich nicht direkt an der Cenote übernachten. Schade. Nach einer langen Pause schwinge ich mich also wieder aufs Rad, fahre noch ein Stück weiter und suche mir schließlich ein ruhiges Plätzchen im Wald.

Die Nacht verläuft ruhig. Am nächsten Morgen starte ich wieder mit dem Sonnenaufgang.

Ich bin mir noch unsicher, ob ich zur Cenote Xnuuk fahren oder direkt nach Ek Balam – einer archäologischen Ausgrabungsstätte. Eine Entscheidung treffe ich erst einmal nicht und verschiebe sie auf später.

Es ist wieder sehr heiß. Ich trinke ständig, aber das Wasser schwitze ich sofort wieder aus. Die Wege sind genauso abwechslungsreich wie am Vortag. Unterwegs bekomme ich einige Tiere zu Gesicht: Rabengeier, Nasenbären, bunte Schmetterlinge, verschiedene Vögel – und sogar einen Affen (oder vielleicht eine Meerkatze). Jedenfalls etwas Größeres, das hoch oben im Baum herumklettert und sich mir nicht ganz zeigen wollte.

Gegen Mittag zieht ein kräftiger Regenschauer durch. Endlich Abkühlung – das tut richtig gut. Ich halte an einem kleinen Laden in Chan Cenote, esse etwas zu Mittag, kontaktiere die Cenote Xnuuk und warte den Regen ab.

Die Antwort kommt sofort:

„Wir haben offen und du kannst hier zelten!“

Perfekt – Entscheidung gefallen. Nächster Stopp: Cenote Xnuuk (ausgesprochen Schnuuk, was übrigens „Kauz“ bedeutet).

Also auf zu den letzten 40 Kilometern des Tages.

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